Ein manuelles Kugelventil ist ein Vierteldreh-Absperrventil, das von Hand mithilfe eines Hebels oder Handrads betätigt wird. Im Inneren des Ventilkörpers befindet sich eine Kugel mit einer Durchgangsbohrung. Befindet sich der Hebel in einer Linie mit der Rohrleitung, ist die Bohrung offen und das Medium fließt ungehindert. Durch Drehen des Hebels um 90 Grad wird die Bohrung senkrecht zur Strömungsrichtung ausgerichtet, wodurch der Durchfluss vollständig unterbunden wird. Dieser einfache Ein-Aus-Mechanismus gewährleistet eine schnelle und dichte Absperrung über einen breiten Bereich von Drücken, Temperaturen und Medientypen hinweg.
Zertifikate zeigen mehr als nur eine Genehmigung. Sie spiegeln die strengen Qualitätskontrollen wider, die hinter jedem Ventil stehen, und sorgen für eine zuverlässige Leistung Ihrer Anwendung.
Die manuellen Kugelhähne von VINCER sind mit Flansch-, Gewinde- (NPT, BSPT oder G), Wafer-, Muffenschweiß- und Stumpfschweißanschlüssen erhältlich und decken damit die gesamte Bandbreite der in Industrieprojekten üblicherweise vorkommenden Rohrleitungskonfigurationen ab.
Ausgewählte Modelle verfügen über eine Direktbefestigungsplatte gemäß ISO 5211, sodass ein elektrischer oder pneumatischer Antrieb ohne Adapterhalterung direkt am Ventilkörper montiert werden kann. Dadurch lässt sich das Ventil zu jedem Zeitpunkt seiner Lebensdauer problemlos automatisieren.
Zu den Optionen für den VINCER-Kugelhahnkörper gehören WCB-Kohlenstoffstahl für den allgemeinen Einsatz, SS304 (CF8) und SS316 (CF8M) für Anwendungen, die Edelstahl erfordern, sowie eine vollständige PTFE-Auskleidung für aggressive Medien wie starke Säuren, Laugen, organische Lösungsmittel und Chlor.
Sondergrößen, spezielle Werkstoffe und angepasste Ausführungen sind erhältlich. Eine vollständige technische Dokumentation einschließlich 2D-/3D-Zeichnungen und Werkstoffzertifikate wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
Ein paar Angaben helfen uns dabei, Ihnen das richtige Modell und ein genaues Angebot zuzusenden:
• Nach Verbindungstyp
Gewindeverbindungen (NPT, BSPT oder G) sind die Standardwahl für Rohrleitungen mit kleinem Durchmesser (DN15 bis DN100) und lassen sich ohne Spezialwerkzeug einfach montieren. Flanschverbindungen werden für größere Durchmesser, höhere Drücke oder Anwendungen verwendet, bei denen das Ventil regelmäßig zur Inspektion ausgebaut werden muss. Wafer-Anschlüsse werden mit Durchgangsschrauben zwischen zwei Flanschen eingespannt, wodurch die Baulänge erheblich reduziert wird; sie eignen sich gut für kompakte Installationen oder Anwendungen mit hohen Sauberkeitsanforderungen, wie beispielsweise in der Lebensmittel- und Pharmaverarbeitung. Muffen- und Stumpfschweißanschlüsse sorgen für dauerhafte Verbindungen und sind in Hochdruck- oder Hochreinheits-Rohrleitungssystemen weit verbreitet.
• Nach Karosseriebauweise: 2-teilig vs. 3-teilig
Ein zweiteiliges Kugelventil verfügt über eine einzige Dichtstelle im Gehäuse, wodurch die Anzahl der Leckstellen gering und der Aufbau einfach gehalten wird. Bei einem dreiteiligen Kugelventil kann der Mittelkörper durch Lösen der Endkappen-Schrauben entfernt werden, ohne dass das Ventil von der Rohrleitung getrennt werden muss. Dies vereinfacht die Wartung im laufenden Betrieb und reduziert Ausfallzeiten. Die dreiteilige Bauweise ermöglicht es zudem, die Endkappen und den Mittelkörper aus unterschiedlichen Werkstoffen zu wählen, um die Kosten zu optimieren.
• Nach Kugeltyp: schwimmend vs. drehbar gelagert
Schwimmkugelhähne sind die Standardwahl für die meisten Anwendungen bis PN 40 / Klasse 300. Bei einer schwimmenden Bauweise wird die Kugel von den Sitzringen in Position gehalten und verschiebt sich unter Druck leicht, um eine Abdichtung zu erzeugen. Drehzapfenventile werden für Hochdruckanwendungen (PN 64 / Klasse 600 und höher) oder Rohrleitungen mit großem Durchmesser empfohlen, bei denen die Kugel in ihrer Position fixiert werden muss, um eine Verformung zu verhindern und das Betätigungsdrehmoment zu reduzieren.
• Nach Gehäusematerial
WCB-Kohlenstoffstahl eignet sich für allgemeine Betriebsmedien wie Wasser, Dampf und Öl bei moderaten Temperaturen. SS304 (CF8) bietet eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit für schwach korrosive Medien und ist eine gängige Wahl in der Lebensmittelverarbeitung und bei allgemeinen chemischen Anwendungen. SS316 (CF8M) bietet eine höhere Beständigkeit gegenüber Chloriden und aggressiven Chemikalien. Für starke Säuren, Laugen, organische Lösungsmittel oder Chlor ist ein mit PTFE ausgekleideter Ventilkörper erforderlich.
• Nach Anschlussstandard
Wählen Sie den Anschlussstandard aus, der zu Ihrem bestehenden Rohrleitungssystem passt. GB-Normen werden häufig bei Projekten verwendet, die den chinesischen nationalen Spezifikationen entsprechen. ASME/ANSI ist der Standard für nordamerikanische Projekte und wird auch international häufig vorgeschrieben, insbesondere in der Öl- und Gasindustrie. DIN ist die europäische Norm. JIS wird bei Projekten in Japan und in einigen südostasiatischen Ländern verwendet. Sollte Ihr Projekt einen bestimmten Standard erfordern, der nicht aufgeführt ist, kontaktieren Sie uns bitte, um maßgeschneiderte Optionen zu besprechen.